Was Agilität in der Praxis bedeutet, konnten die Teilnehmer in unserem Professional Circle live erleben. Die A Capella-Künstlerin Johanna Seiler machte mit starker Stimme und professioneller Improvisation innerhalb von wenigen Augenblicken aus den Teilnehmern einen singenden und swingenden Chor. Ohne jede Vorahnung was kommt, hieß es auf einmal mit afrikanischen Klängen zu singen und das mehrstimmig, und es funktionierte. Das war praktizierte Agilität!

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Nach diesem inspirierenden Circle Song Event genannten Auftakt ging es weiter mit dem nicht weniger dynamischen Vortrag von Joachim Reinke über agile Organisationsprojekte. Eine Organisation mit ihren Prozessen von A bis Z komplett zu planen und anschließend zu implementieren ist wenig praktikabel. Vor allen Dingen, wenn es gilt, zu einem Termin unbedingt ein arbeitsfähiges Ergebnis zu erhalten. Das Motto lautet also lieber 100% fertig mit Abstrichen vom ursprünglichen Plan als 50% perfekt realisiert, aber nicht einsetzbar. Die verpflichtende Einführung eines Information Security Management Systems (ISMS) diente als Beispiel wie mit einem agilen Ansatz ein Audit erfolgreich durchgestanden werden konnte.

Also wurden Arbeitspakete definiert und zwar in nach zu erwartendem Aufwand in drei Kategorien sortiert. Erst wurden nur die unverzichtbaren Pakete bearbeitet, danach sukzessiv weitere Komponenten hinzugefügt und gewonnene Erkenntnisse eingearbeitet. Dem agilen Paradigma folgend war die Maxime, zu jedem Zeitpunkt ein funktionierendes System zur Verfügung zu haben. 

Gearbeitet wurde in Sprints von nur einer Woche Dauer. Kleine Schritte war die Devise. Dann fällt es leichter, auch einmal etwas nicht so Gelungenes über Bord zu werfen, einfach weil man nicht so viel Arbeit hineingesteckt hat.  Betont wurde dabei besonders das Thema Eigenverantwortlichkeit. Jeder Verantwortliche für ein Arbeitspaket war für alles, was für die Umsetzung gebraucht wurde und ebenso für die Überwindung von Hindernissen zuständig. Für den Erfolg dieser Projektphilosophie spielte die Fehlerkultur eine wichtige Rolle: Bei auftretenden Problemen wurde nach Lösungen und nicht nach Schuldigen gesucht. Das hat Teammitglieder motiviert, neben der fachlichen Verantwortung auch Projektmanagementverantwortung zu akzeptieren.  

Durch das agile Paradigma immer eine valide Lösung bereit zu halten, die in Sprints permanent ausgebaut worden ist, konnte der Termin sicher gehalten werden. Und der Audit, so Joachim Reinke, wurde dann auch erfolgreich durchgestanden.

Durch Teilnahme an dieser Veranstaltung haben Sie 2 PDUs erworben.

 

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