bei den T-Labs (Deutsche Telekom) in Berlin-Charlottenburg am Ernst-Reuter-Platz (TU-Hochhaus)

Berichte aus der Praxis: Durchbrechen alter Stäbe und agile Programmsteuerung

Hoch über Berlin, in der 20. Etage des TU-Hochhauses am Ernst-Reuter-Platz, waren wir zu Gast bei den Telekom Innovation Laboratories, kurz T-Labs der Deutschen Telekom. Es gab zwei hochinteressante Vorträge rund um das Thema agile Programmsteuerung. Zunächst führte uns die Gastgeberin, Frau Dr. Marlene Gerneth ein in die Forschungswelt der T-Labs.Die T-Labs sind einerseits als ein sog. An-Institut eng mit der TU Berlin verbunden, auf der anderen Seite in die Struktur des Konzerns der Deutschen Telekom eingebunden. Die Geschwindigkeit der Digitalisierung mit sich schnell entwickelnden Technologien fordert disruptive Ansätze und ein agiles Projektmanagement, um gleichzeitig innovativ und praxisorientiert zu arbeiten.

Frau Dr. Gerneth stellte uns eindrucksvoll vor, dass das Thema Blockchain nicht nur für Bitcoins gut ist, sondern in den T-Labs ein Ecosystem mit Blockchain Technologien aufgebaut worden ist, auf dessen Basis eine Vielzahl von Produkten oder Vorstufen davon gebaut werden. Mit einer erweiterten SCRUM-Methodologie gelingt es, auf der einen Seite die technischen Lösungen mit Sprints agil zu entwickeln und damit der Dynamik in der Forschung Rechnung zu tragen. Aber auf der anderen Seite wird über ein integriertes Produktmanagement auch einer phasenorientierten Roadmap mit Meilensteinen gefolgt, wie sie für die Planung in einem Konzern unabdingbar ist. Fazit: Statt „klassisch oder agil“ heißt es bei den T-Labs „agil und klassisch“.

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Praktisch alle Unternehmen stehen vor großen Herausforderungen bei der Digitalisierung. Herr Jörg Greitemeyer erläuterte in seinem Vortrag, wie die Unternehmensberatung Unity Consulting & Innovation Firmen bei der digitalen Transformation unterstützt. Auch hier steht die agile Programmsteuerung im Vordergrund der Betrachtungen.

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Es liegt in der Natur der Sache, dass in derartig komplexen Umfeldern, Probleme nicht klar spezifiziert sind, viele Zusammenhänge unklar sind und es keine vorgezeichneten Lösungswege gibt. Vieles anzudenken und zu probieren, gute Ideen weiterzuverfolgen, aber auch wenig erfolgversprechende Dinge möglichst früh zu erkennen und zu verwerfen, kurz agile Methoden zu leben, sind auf der Suche von tragfähigen Innovationen gegenüber dem klassischen Wasserfallmodell die bessere Wahl. Klassische Projektplanungs- und Managementmethoden verlieren jedoch nicht ihre Berechtigung, sondern ergänzen das Projektmanagement um solche Themen wie Controlling, Fortschrittskontrolle, Zeit- und Risikomanagement. Herr Greitemeyer betonte aber einen der wichtigsten, wenn nicht den wichtigsten Erfolgsfaktor: die Menschen. Ein agiles Framework mag helfen, aber das gesamte Team muss ein agiles Bewusstsein entwickeln. Das muss trainiert werden und geht nicht von heute auf morgen. Alle involvierten Menschen müssen auf die Reise mitgenommen werden, dabei gewohnte Pfade verlassen und Änderungen akzeptieren, was häufig sehr beschwerlich ist. Fazit: Agilität heißt Bewegung und die ist anstrengend.

Durch Teilnahme an dieser Veranstaltung haben Sie 2 PDUs erworben.

 

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