Digitalisierung ist in aller Munde - und bei uns war es Thema im Chapter Meeting am 21.03.2019 in Berlin. 2 unterschiedliche Perspektiven, 2 unterschiedliche Ansätze, Theorie und Praxis. Spannend!

Keine Frage – der technologische Fortschritt nimmt immer weiter zu, neue Technologien werden immer schneller von uns Konsumenten adaptiert, die Digitalisierung schreitet voran – und das ist auch gut so. So das klare Statement von Dr. Alexander Madl, Chemiker, Forscher, Entdecker und Experte für Innovation. Mit seinem Vortrag zeigte er auf, dass wir unser Denken aufbrechen, Neues und auch Ungewöhnliches zulassen, und vor allem, auch den Mehrwert der Digitalisierung und Automatisierung erkennen und nutzen sollten.

Ziel unseres Seins und unserer Arbeit sollte sein: Kreative Ansätze zur Wertsteigerung entwickeln, neue profitablere Geschäftsmodelle entdecken und den Fokus auf sinn-stiftende Arbeit legen. Herr Dr. Madl sieht das aus der Sicht eines Chemikers: Die Digitalisierung wirkt als Katalysator, wenn es darum geht, Innovation zu beschleunigen oder sogar erst zu ermöglichen. Basis dessen ist ein digitales Mind-set, das vom Management aktiv in der Organisation gefördert wird und ein „aus Fehlern lernen“ zulässt. Nur dann kann Raum für Kreativität geschaffen werden, die zu echter Innovation führt.

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Im zweiten Vortrag zeigten uns die Professoren Dr. Timo Braun und Dr. Jörg Sydow von der Freien Universität in Berlin auf, mit welchen Herausforderungen ein Unternehmen konfrontiert wird, das erstmalig den Versuch unternimmt, konsequent mit Hilfe von „Building Information Modelling“ (BIM) ein Bürokomplex für einen internationalen Konzern zu planen.

Im Rahmen eines internationalen Forschungsprojekts mit dem Project Management Institute (PMI) werden an diesem Beispiel die Digital-Kompetenzen von Bauunternehmen untersucht. So gab es nur zwei Personen (Bauleitung und Tragwerksplaner), die zu Beginn mit der BIM Software umgehen konnten. Problematisch wird es dadurch, dass es noch zu wenige Standards gibt, wodurch unterschiedliche BIM Softwareanwendungen nicht oder nur eingeschränkt kompatibel miteinander arbeiten können. Die Unternehmen stießen auf substanzielle Barrieren und stellten die Anwendung der neuen Technologie daher immer wieder in Frage. Der Mehrwert des modellbasierten Ansatzes von BIM soll nun mit einem neuen, BIM affinen Architekten deutlich aufgezeigt und umgesetzt werden. Ziel ist es weiter, das Projektnetzwerk zu stärken und einen Generalunternehmer zu finden, der mit BIM arbeiten kann, und auch über die Bauphase hinaus die im BIM gespeicherten Informationen wertschöpfend nutzt, das Projekt weiterhin zu betreuen.

Zwar sind es Architekten und Bauingenieure gewohnt, in inter-organisatorischen Projekten zusammen zu arbeiten, der Weg über das klassische 2-D bzw. 3-D-Modell zu einem gemeinamen Informationsmodell, wie BIM, ist jedoch noch steinig. Durch das stabile Kernteam und die Orientierung an den sequenziellen Phasen der HOAI (Deutsche Honorarordnung für Architekten und Ingenieure), auf das sich die Akteure beziehen, ist trotzdem ein verbindliches Miteinander arbeiten möglich.

Fazit: Nicht jedes Inter-Organisatorisches Projekt entwickelt sich zu einem Projektnetzwerk!

Für die Teilnahme an der Veranstaltung konnten Sie 2 PDUs erwerben.

 

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